Dienstag, 23. April 2013

„Schon mal über ne Brustverkleinerung nachgedacht?“ Oder: Sprüche, die wir nicht brauchen...


Man kann der BILD ja vieles nachsagen. Mangelnde Kompetenz zum Thema ‚Busen‘ aber sicher nicht! :-)

 
Und tatsächlich: Zum „Cleavage Day“ (also "Dekolleté-Tag'"- was es nicht alles gibt…) veröffentlichte BILD online kürzlich die zehn Sprüche, mit denen man sich bei Frauen mit großer Oberweite am leichtesten unbeliebt macht.
Und das sind demnach folgende:

·         „Hallo ihr drei.“
 
·         „Hast du schon mal über eine Verkleinerung nachgedacht?“
 
·         „Du Arme, du hast bestimmt schlimme Rückenschmerzen.“
 
·         „Ist der Zirkus in der Stadt – mit zwei Zelten?“
 
·         „Mann, sind die dick, Mann.“
 
·         „Was haben die gekostet?“
 
·         „Kannst du überhaupt auf dem Bauch schlafen?“
 
·         „Du hast aber eine schwere Last zu tragen...!“
 
·          „Bei 'Dirty Dancing' gab's nur eine Melone.“
 
·         „Kannst du im Stehen noch deine Füße sehen?“
 
Chapeau, das ist gut recherchiert! Der Autor (m/w) weiß, wovon er spricht! Stammt das aus der Feder einer großbusigen Frau? Aus der Feder eines Mannes mit vollbusiger Schwester/Freundin/Mutter? Jedenfalls ist die Liste so nah an der Realtität, dass ich bestimmt zwei Drittel der Sprüche aus persönlicher Erfahrung kenne!
Ich habe den Artikel trotzdem mal zum Anlass genommen, in meinem Hirn nach weiteren Sprüchen zu kramen, mit denen man sich bei mir schon unbeliebt gemacht hat. Und, voilà, hier sind meine Top 6:


1.    „Ist das schon Doppel-D?“
Aaaargh, Doppel-D, das große Mysterium. Die größte BH-Größe, die ein Mann sich gerade noch vorstellen kann. Fast schon obszön! :D

2.    „Sind die immer schon so groß?“
Äh, nein, ich bin heute früh aufgewacht und sie waren explodiert. Was denn sonst…


3.     „Du streckst deine Brüste aber auch immer ganz schön raus!“
Nö, tue ich nicht. Ich stehe einfach nur halbwegs aufrecht. ‚Rausgestreckt‘ wäre noch einmal ein ganz andere Sache…


4.    „Also ich möchte ja nicht so große Dinger haben.“
Dann verrat ich dir mal was: Ich hab´s mir auch nicht ausgesucht!


5.    „Du ziehst aber auch immer Shirts an, die am Busen total eng sind.“
Stimmt. Und an der Taille schlackern sie. Weil die meisten Shirts so geschnitten sind. Nicht, weil ich mir extra ein Busen-enges Shirt angezogen habe!
 

6.    „Wieso, BHs müssen doch nicht teuer sein. Bei H&M und Bon Prix gibt es ja ganz tolle BHs für große Brüste.“
Na, den H&M BH, der mir passt, den zeig mir mal! Mir wäre neu, dass die 70H führen!


Kommt euch alles irgendwie bekannt vor? Her mit euren Sprüchen! Ich bin mir sicher, ihr habt noch viel mehr davon auf Lager!


Es wartet schon gespannt
Eure Ina Li

Montag, 1. April 2013

To bra or not to bra. Oder: Meine BHs nennen mich 'Sklaventreiber'!

Ostern verbrachte ich dieses Jahr wie immer mit meiner Familie. Und dabei fiel mir wieder einmal auf, dass mein morgendliches Verhalten sich massiv von dem meiner Mutter, meiner Schwestern und sogar meiner Schwägerin unterscheidet.

Wenn ich morgens wach bin, schlurfe ich ins Bad, dusche und ziehe mich an. Der weibliche Rest meiner Familie schlurft ins Bad, zieht sich dort einen Morgenmantel oder eine Strickjacke an, schlurft dann ins Wohnzimmer und sitzt längst gemütlich Tee trinkend, lesend und plaudernd im Schlafanzug herum, wenn ich Stunden später auftauche. Und das Faszinierendste: Sie bleiben noch stundenlang im Schlafanzug! Und fühlen sich wohl darin!

 
 
Ich will nicht abstreiten, dass ich eine leicht unspontane Persönlichkeit habe, die ihre Tage gerne durchplant und eine klare Trennung zwischen Nacht (=Schlafanzug) und Tag (=Jeans) für ihr persönliches Wohlbefinden braucht. Das mag ein Grund für mein sonderliches Verhalten sein.

Aber selbst wenn ich diesen Zwang überwinden würde, bliebe ein viel wichtigerer Grund: Ich möchte mich am liebsten keinen Meter ohne BH bewegen. Ich kann das Gefühl einfach nicht leiden, wenn mein Busen schwer, wackelig und ungeformt ist. Solange ich liege, ist alles in Ordnung, deshalb schlafe ich auch immer ohne BH. Aber im Sitzen und Stehen finde ich es einfach furchtbar. Und zwar nicht, weil ich mich so niemandem zeigen möchte. Selbst wenn ich mutterseelenalleine auf der Welt wäre, würde man mich außerhalb meines Bettes nie ohne BH sehen.
Es geht einfach um dieses Gefühl!

Ich erinnere mich an eine Bekannte, die mir mal erzählte, dass sie als allererstes, wenn sie von ihrer Arbeit als Verkäuferin nach Hause kommt, ihren BH auszieht - das sei ihr privater Feierabend. Ich dagegen ziehe, wenn ich abends nach dem Sport geduscht habe, sogar noch einmal einen BH unter meinen Schlafanzug, um die letzten Minuten vor dem Schlafengehen nicht BH-los überstehen zu müssen. Meine BHs haben nie Feierabend!

Kennt ihr anderen Frauen mit großer Oberweite auch dieses „Problem“? Oder habe nur ich jedes natürliche Gefühl dafür verloren, wie gut man sich ohne „Zivilisations-BH“ als Frau fühlen kann? Denn der BH ist ja eine Erfindung der Neuzeit, früher ging es doch auch ohne!

Helft mir! Nur ihr könnt mich von dem Gefühl befreien, dass ich die einzige sonderliche Person auf dieser Welt bin!
 
Liebe - noch österliche - Grüße von
Ina Li