Montag, 21. Januar 2013

Weiblicher Busengrapscher

Kleine Anekdote von letzter Woche:

Ich bin bei einem zweitägigen Meeting mit Kollegen aus der ganzen Welt. Wie es bei meinem Arbeitgeber so üblich ist, macht jeder zu Beginn seine Runde und grüßt sein Gegenüber: Je nach Länge und Intensität der „Beziehung“ mal per Handschlag, mal per Küsschen-Küsschen, mal per Umarmung. Einzige Konstante: die Unsicherheit, was das Gegenüber vorhat, denn die Grenzen zwischen den Begrüßungsarten verlaufen fließend und ändern sich ständig. Schwierig, aber das kennt man ja J
 

Eine meiner Kolleginnen – eine elegante Italienerin, die ich schon seit langem für ihren Stil und guten Geschmack bewundere - , die ich zu umarmen beschlossen hatte, sitzt bereits an ihrem Platz, als ich zu ihr komme. Sie erhebt sich aber zum Gruß halb und umarmt mich herzlich. Ich tue dasselbe, realisiere allerdings nicht, dass sie sich nur zur Hälfte zu mir gedreht hat. Und tätschele deshalb fröhlich ihren Busen statt ihren Arm… Gepaddeter BH, eindeutig, das erkennt die Kennerin natürlich sofort…

Peinlich, peinlich. Wobei ich nicht weiß, was mir unangenehmer ist: Dass ich sie so „unsittlich“ berührt habe oder dass es andere Kollegen, die alle im U sitzen, gesehen haben könnten? Die Kollegin immerhin lässt sich nichts anmerken, obwohl ich ein „sorryyyyy“ in mich hineinmurmle.
Ist euch das auch schon mal passiert?  

Ich frage mich ja manchmal, wie es sich wohl anfühlt, als Mann oder nicht-so-kurvige Frau eine Frau mit viel Oberweite zu umarmen, auch wenn die Hände im Gegensatz zu meinem Erlebnis aus dem Spiel gelassen werden. Ich selbst habe ja immer diesen „Puffer“ zwischen mir und meinem Gegenüber und weiß nicht, wie es sich ohne anfühlt bzw. wenn dieser „Puffer“ zur  Gegenperson gehört J. Ist es lustig, das zu fühlen? Oder ‚fühlt‘ man das gar nicht so?

Fragen über Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann J

Auf eure Meinungen freut sich wie immer
Mocca